Training in der Hitze: Zieh dich so an, dass dein Körper atmen kann

Training in der Hitze: Zieh dich so an, dass dein Körper atmen kann

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne vom Himmel brennt, fühlt sich Sport schnell anstrengender an als sonst. Der Körper arbeitet auf Hochtouren, um sich abzukühlen – und das stellt besondere Anforderungen an deine Kleidung. Das richtige Outfit kann den Unterschied machen zwischen einer schweißtreibenden Qual und einem angenehmen, effektiven Training. Hier erfährst du, wie du dich so kleidest, dass dein Körper atmen kann – selbst an den heißesten Sommertagen in Österreich.
Wähle Materialien, die Schweiß ableiten
Das Wichtigste beim Training in der Hitze ist atmungsaktive Kleidung, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportiert. Baumwolle fühlt sich zwar anfangs angenehm an, saugt sich aber schnell mit Schweiß voll und wird schwer. Besser sind synthetische Stoffe wie Polyester, Polyamid oder Elasthan – sie trocknen rasch und unterstützen die Temperaturregulierung des Körpers.
Viele Sportmarken bieten technische Gewebe mit Mesh-Einsätzen oder Mikrofaserstrukturen an, die die Belüftung verbessern. Wer natürliche Materialien bevorzugt, kann zu Merinowolle greifen: Sie ist leicht, atmungsaktiv und hemmt Geruchsbildung – ideal auch für sommerliche Bedingungen in den Alpen oder beim Laufen entlang der Donau.
Schichtenprinzip – auch im Sommer sinnvoll
Auch wenn es paradox klingt: Das Schichtenprinzip kann im Sommer hilfreich sein. Eine dünne, feuchtigkeitsableitende Basisschicht hält die Haut trocken, während ein leichtes Oberteil oder eine dünne Jacke vor Sonne und Wind schützt.
Gerade bei Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren kann eine T-Shirt mit UV-Schutz oder eine ultraleichte Windjacke sinnvoll sein. Sie schützt vor Sonnenbrand, ohne die Atmungsaktivität einzuschränken – besonders wichtig in höheren Lagen, wo die UV-Strahlung intensiver ist.
Eng oder locker – was ist besser?
Ob du dich für eng anliegende oder lockere Kleidung entscheidest, hängt von der Sportart und deinem Komfort ab. Eng anliegende Kleidung eignet sich gut für Laufen oder Radfahren, da sie Reibung reduziert und Schweiß effizient ableitet.
Lockere Kleidung sorgt hingegen für mehr Luftzirkulation und kann bei moderater Bewegung – etwa Yoga im Park, Nordic Walking oder Krafttraining im Freien – angenehmer sein. Wichtig ist, dass die Kleidung Bewegungsfreiheit bietet und Luft um den Körper zirkulieren kann.
Kopf und Füße nicht vergessen
Ein großer Teil der Körperwärme entweicht über den Kopf. Eine leichte Kappe oder ein Stirnband schützt vor Sonne und nimmt Schweiß auf. Achte auf atmungsaktive Materialien und Belüftungslöcher.
Auch die Füße verdienen Aufmerksamkeit: Trage Funktionssocken aus synthetischen Fasern oder Merinowolle, die Feuchtigkeit ableiten und Blasen vorbeugen. Vermeide Baumwollsocken – sie bleiben feucht und erhöhen das Risiko für Reibung.
Farben und Sichtbarkeit
Dunkle Farben speichern Wärme, während helle Töne Sonnenstrahlen reflektieren. Für Sommertraining sind daher helle Farben wie Weiß, Hellgrau oder Pastelltöne ideal. Wenn du frühmorgens oder abends trainierst, achte auf reflektierende Elemente an deiner Kleidung – besonders wichtig, wenn du in der Stadt oder entlang von Landstraßen unterwegs bist.
Den Körper kühlen – vor, während und nach dem Training
Selbst mit der besten Kleidung ist es wichtig, den Körper aktiv zu kühlen. Vermeide die heißesten Stunden zwischen 11 und 16 Uhr und trainiere lieber am Morgen oder Abend. Trinke ausreichend Wasser – vor, während und nach dem Training – und nutze bei Bedarf eine Kühlkompresse oder Wasserflasche mit Sprühaufsatz, um die Haut zu befeuchten.
Nach dem Training solltest du dich umziehen, um Auskühlung zu vermeiden, wenn der Schweiß verdunstet und der Körper zur Ruhe kommt.
Auf den Körper hören
Auch die beste Ausrüstung ersetzt nicht das Körpergefühl. Wenn du Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung spürst, brich das Training ab und suche Schatten auf. Der Körper braucht Zeit, um sich an hohe Temperaturen zu gewöhnen – steigere die Intensität langsam und gönne dir Pausen.
Trainiere smart – nicht hart
Training in der Hitze bedeutet nicht, sich bis zur Erschöpfung zu quälen. Es geht darum, die Balance zwischen Leistung und Wohlbefinden zu finden. Mit der richtigen Kleidung, genügend Flüssigkeit und Achtsamkeit gegenüber den Signalen deines Körpers kannst du den Sommer sportlich genießen – egal ob beim Laufen entlang der Donau, beim Wandern in den Alpen oder beim Radfahren durch die Wiener Außenbezirke.












